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Irrtümer in der Partnerschaft
Irrtümer in der Partnerschaft
Irrtümer gibt es überall, aber wahrscheinlich gibt es nirgendwo so viele Irrtümer wie beim Thema Partnerschaft. Mit dem Thema Partnerschaft und Liebe befassen sich Mythen und Sagen und einige haben es geschafft, bis zum heutigen Tag unangezweifelt geglaubt zu werden.
In einer Partnerschaft versteht man sich ohne Worte
Wer dies glaubt, hat zu viele Hollywood-Schnulzen gesehen. Dort und in Liebesromanen sieht alles immer einfach aus. Der tiefe Blick in die Augen des Partners, und der Held lebt mit seiner Angetrauten glücklich bis ans Ende. Selbstredend wissen beide, was der andere denkt. Als Zuschauer weiß man das natürlich auch. Die Realität sieht allerdings anders aus. Es gibt zu wenige Uri-Geller-Verschnitte, die mittels Telepathie ihre Unterhaltung führen. Gedankenlesen gehört in die Kinos und nicht in die Partnerschaft. Beide Partner sollten immer über ihre Gefühle und Wünsche, über ihre Vorstellungen und Vorhaben offen und ehrlich reden. Denn nur wer etwas ausspricht, bekommt auch eine Antwort.
Wer sich liebt, der streitet nicht
Die absolute Harmonie steht bei einer Partnerschaft ganz oben. Die Streitereien aus der Kindheit und mit früheren (wahrscheinlich den falschen) Partnern gehören der Vergangenheit an. Auch diese Aussage gehört ins Reich der Märchen. In einer Partnerschaft ist es wichtig, Konflikte an- und auszusprechen, ansonsten kann dies eine Belastungsprobe für die Beziehung sein. In der Liebe sind Streitereien notwendig. Und die wahre Liebe hält so einen Streit auch aus. Ein Streit sollte niemals zerstörerisch sein, aber Probleme sollten immer direkt angesprochen werden.
Beide Partner sollten ihre gesamte Zeit gemeinsam verbringen
Wer kennt die Paare nicht, die vergleichbar mit Siamesischen Zwillingen immer gemeinsam auftreten und doch immer zufrieden wirken. Das sind allerdings Ausnahmen. Der Wunsch, dass der Partner immer in der Nähe ist, dass der Partner immer greifbar ist, entspringt meist der Angst, den Partner andernfalls zu verlieren. Wenn der Partner seine eigenen Wege geht, wenn er alleine etwas unternimmt, ist die Gefahr groß, dass er vielleicht eine andere Frau/ einen anderen Mann kennen lernt. Die falsche Logik lautet hier: Wenn mein Partner an meiner Seite ist, dann kann er mich weder betrügen, noch verlassen. Dieses Handeln führt nicht selten dazu, dass die Beziehung langweilig wird.
Gegensätze ziehen sich an
Hier ist es meist so, dass allzu große Extreme auf die Dauer keine gute Ausgangsposition für eine Partnerschaft sind. Die Partner sollten ungefähr den gleichen Bildungsstand haben und einige gemeinsame Interessen. Ein paar übereinstimmende Hobbys wären schön. Allerdings sollten auch einige Unterschiede herrschen, denn sonst wird es auf Dauer eintönig.
Wenn mein Partner mich liebt, dann ändert er sich für mich
Menschen können sich nur ändern, wenn sie dies selber wollen. Dies kostet Zeit und Mühe. Jeder hat seine Charaktereigenschaften, die guten und die schlechten. In einer Partnerschaft sollten deshalb beide prüfen, ob sie mit diesen Eigenschaften zurechtkommen. Aus einem ruhigen Mann wird niemals ein Partymensch. Und eine Karrierefrau wird sich auf die Dauer nicht mit Herd, Hof und Garten zufrieden geben.

